Word from ZKS Foundation’s president: Deadline for Applications is March 15 (midnight MET)

I would also like to remind all potential candidates to carefully read our conditions for grants on our official website: http://www.zenokarlschindler-foundation.ch before sending their applications. Incomplete and/or incorrect applications will not be considered. Another important thing to remember is that, due to a significant increase in the number of applications to our fellowship programs, there is a high probability that students whose grade point average is not in the upper tier for their institution(s) of study will not be selected. The ZKS Foundation will not give any information, justification nor reason for the decisions taken concerning the acceptance or refusal of an application. Please consider that no reply will be given to such requests. 

The ZKS Foundation Team is looking forward to receiving all excellent, complete (according to our above-mentioned conditions) applications. The applicants will be informed of the decisions taken by the Foundation Board by mid-April 2020.

Jacqueline C. Schindler, MSc, MA, President Zeno Karl Schindler Foundation, Geneva

 

 

 

Newsletter der GfdSL (Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur): Claudia Keller

Prämiert! Neues vom Nachwuchs am DS
Claudia Keller
Am 16. November 2019 erhielt Claudia Keller, Oberassistentin im Lehrstuhl von Sabine Schneider, im Rahmen der Jahresversammlung der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Germanistik (SAGG) den Zeno-Karl-Schindler-Preis für deutsche Literaturwissenschaft. Der mit 10’000 Franken dotierte Preis wurde von der Präsidentin der Zeno Karl Schindler-Stiftung (ZKS), Frau Jacqueline Schindler, überreicht. In zwei von drei Jahren werden mit ihm Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Bereich der germanistischen Mediävistik ausgezeichnet, jedes dritte Jahr geht der Preis an eine*n aufstrebende*n Neugermanist*en/in.
Prämiert wurde Claudia Kellers Dissertation, die unter dem Titel ‹Lebendiger Abglanz. Goethes Italien-Projekt als Kulturanalyse› 2018 im Göttinger Wallstein-Verlag erschienen ist. René Wetzel wies in seiner Laudatio daraufhin, dass der Entscheid der internationalen Jury selten «so einhellig positiv und begeistert ausgefallen» sei wie in diesem Jahr. Claudia Kellers interdisziplinär zwischen Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft angesiedelte Monographie thematisiert ein Projekt Johann Wolfgang Goethes und Johann Heinrich Meyers, des Zürcher Malers und Kunsthistorikers, das nicht zuletzt auf Grund der Kriegswirren in den Koalitionskriegen gegen Napoleon nicht zum Abschluss gebracht werden konnte. Ziel war es, eine Kulturgeschichte Italiens zu schreiben, zugleich aber auch eine Analyse der Bedingungen von Kultur überhaupt vorzulegen.

Die Dokumente des unvollendet gebliebenen ‹Italien-Projekts› bieten somit bislang nicht erschlossene Möglichkeiten, die kollaborative Arbeitsweise Goethes und die besondere Leistung gerade auch Meyers angemessen zu beschreiben, zugleich aber auch zu erkennen, wie sehr Goethe, entgegen allen autonomieästhetischen Vorstellungen, Kunst gesellschaftlich denkt, etwa im Modellfall der Farbe: Betrachtet man Kultur in dieser Weise, erscheinen Kunst, Natur und Gesellschaft aufeinander bezogen. In der, wie die Laudatorin Sabine Schneider hervorhob, höchst innovativen Arbeit – und das ist in der Goethe-Philologie kein wohlfeiles Prädikat! – werden dabei auch neue Perspektiven auf das Spätwerk Goethes entwickelt.

So philologisch präzis, so quellengesättigt diese Arbeit ist: Claudia Keller bewohnt keinen Elfenbeinturm, sondern engagiert sich auch in der Vermittlung literaturwissenschaftlichen Wissens für eine interessierte Öffentlichkeit. So war sie Co-Kuratorin der international beachteten Ausstellung ‹Winckelmann. Moderne Antike›, die vor zweieinhalb Jahren im Neuen Museum in Weimar gezeigt wurde. Bestimmt werden wir bald Gelegenheit haben, auch auf einer Veranstaltung unserer Gesellschaft von ihr Neues über die Weimarer Klassik zu erfahren!